Aktion UBERWACH!

M31: Aktionstag gegen EU-Krisenpolitik

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Schocktherapie! – Zur Lage in Griechenland

Die griechische Gesellschaft leidet zunehmend unter den Auswirkungen der,
von der Troika aus EU-Kommission, EZB und IWF aufgezwungenen,
Sparmaßnahmen. Gleichzeitig lösen sich die staatlichen Institutionen auf,
die verabschiedeten Gesetze können kaum umgesetzt werden. Wie sieht es zur
Zeit mit dem Widerstand gegen die Kahlschlagspolitik aus? Welche Rolle
spielen Landbesetzungen, Kollektivbetriebe und die anarchistische
Bewegung? Und welche Bedrohung geht von rassistischen und faschistischen
Organisationen aus? Ralf Dreis, freier Journalist und
Griechisch-Übersetzer, berichtet an diesem Abend über die momentane Lage
in Griechenland. Er war fünf Jahre lang in der anarchistischen Bewegung
Thessalonikis aktiv und pendelt seit 2001 zwischen Griechenland und
Deutschland.

Termin: Sonntag, 29.01.2012, 19 h; Eintritt: frei
Veranstalter: FAU Stuttgart und Libertäres Bündnis Ludwigsburg (LB)²
Ort: Demokratisches Zentrum Ludwigsburg (Wilhelmstr. 45/1)

M31: Aktionstag gegen EU-Krisenpolitik

flyer

Auf einem internationalen Treffen linker Gruppen und Basisgewerkschaften aus Griechenland, Deutschland, Spanien, Polen und Österreich im Dezember in Frankfurt a. M. wurde beschlossen: Für den 31. März wird unter dem Motto „M31 – European Day of Action against Capitalism“ zu einem europaweiten Aktionstag gegen die autoritäre Krisenpolitik der Troika aus EU-Kommision, IWF und EZB aufgerufen.
Die antikapitalistischen Organisationen wollen damit ein deutliches Zeichen gegen den maßgeblich von Deutschland betriebenen Versuch unternehmen, die Wettbewerbsfähigkeit Europas auf dem kapitalistischen Weltmarkt auf dem Rücken von Lohnabhängigen und MigrantInnen zu sanieren. Mit dem international koordinierten Protest soll auch ein Zeichen gegen die nationalistische Stimmungsmache gegen die Lohnabhängigen in den südeuropäischen Ländern und die militärische Abschottung der EU-Außengrenzen gesetzt werden. Dagegen setzen die Organisatorinnen und Organisatoren die Perspektive einer grenzübergreifenden Selbstorganisation der von der Sparpolitik und kapitalistischen Ausbeutung betroffenen Menschen.

Insgesamt soll der Aktionstag im Frühjahr den Auftakt für eine weitergehende, europaweite Kooperation linker Gruppen und Basisgewerkschaften mit massiven Protesten im ganzen Jahr 2012 darstellen. Insofern stellt der Aufruf zum Aktionstag auch eine explizite Aufforderung zur Beteiligung an weitere antiautoritäre Gewerkschaften, Gruppen und Organisationen dar. In ganz Europa werden verschiedene Aktionen stattfinden.

In Deutschland soll die zentrale Aktion am 31. März 2012 in Frankfurt a.M. stattfinden, in deren Rahmen auch die Baustelle der neuen „Europäischen Zentralbank“ besucht werden soll.

Der erste Aufruf in mehreren Sprachen findet sich hier:
http://march31.net/call-for-action/

Ein bundesweites Vorbereitungstreffen für die Aktion in Deutschland findet am 21. Januar in Frankfurt statt. Bei Interesse einfach bei antifa_f@yahoo.de melden.

[Moskau] 10.12 Interview mit einem Anarchist

Moskau

Gelesen auf http://de.indymedia.org/2011/12/321626.shtml:

Am 10. Dezember waren in vielen Städten protestaktionen angekündigt. Die größten davon fanden in Moskau statt. Hier ist ein kurzes Interview mit einem Anarchist aus Moskau, der Heute dabei war.

Am 4 Dezember fanden in Russland Parlamentswahlen statt. Wie es schon in der letze Jahrzehnt üblich geworden ist, waren sie durch eine massive Wahlbetrug im Sinne der Regierungspartei Einiges Russland geprägt. Diesmal hat es aber die größte Protestwelle seit mehreren Jahren ausgelöst. Und wie diese Tage viele Beobachter*innen berichten, sind auf die Straßen die Menschen gegangen, die früher nie politisch aktiv waren. Am 10. Dezember waren in vielen Städten protestaktionen angekündigt. Die größten davon fanden in Moskau statt. Trotz enormen Polizeiaufgebot nach unterschiedlichen Einschätzungen sind Heute in Moskau auf die straßen von 30 bis über 100 Tausend Menschen gegangen. Auch die Anarchist*innen haben am Protest teilgenommen.

Ihr werdet bestimmt Heute noch in Medien einiges von diesen Protesten mitkriegen.Hier ist ein kurzes Interview mit einem Anarchist aus Moskau, der Heute dabei war.

- Die Ganze Woche hats gebrodelt. Einige haben von nichts Besonderem geredet, andere von einer Revolution. Was denkst du, wie ist die Stimmung in Moskau?

ich denke die Leute sind einfach müde, dass sie angelogen werden. Und sie wollen einfach etwas dagegen sagen.

- Wer ist auf die Straßen gegangen? Es wird berichtet, dass es viele junge Leute dabei waren?

Es waren wirklich viele Jugendliche, aber vor allem die mittlere Generation, die kein Bock mehr auf diese Verarschung hatten.

- Was denkst du, gehen sie wieder auf die Straße?

Ich denke, es werden noch ähnliche Kundgebungen und Demonstrationen geben und hoffe, dass noch mehr Menschen kommen.

- Wie war die Stimmung?

Ungerechtigkeit. Das Gefühl der Ungerechtigkeit war dominierend.

- Und wie entschlossen waren die Menschen?

Das die Leute auf die Straße gegangen sind und dieses banale Schweigen aufgehoben haben. Das ist schon was.

- Ist alles friedlich gelaufen? Sind die Menschen noch nicht richtig sauer geworden?

Es war friedlich, die die gekommen sind, waren die einfachen Stadtbewohner*innen, die kein Bock auf Schlägereien mit der gut bewaffneten und organisierten Polizei hatten.

- Und wie waren die Bullen drauf?

So wie ich verstanden hab, haben sie einen Befehl bekommen, keine Leute ohne grund festzunehmen.

- Ok. wie ist es gelaufen? Am Anfang habt ihr euch also auf dem Platz der Revolution versammelt?

Ja. Erst sind wir durch die Metalldetektoren durch. Haben uns versammelt und dann sind wir geschlossen auf den Bolotnaja Platz gegangen. In unserem Block waren ein Paar Hundert Leute.

- was ist mit trotzkistischen/stalinistischen Gruppen und anderen Sozialist*innen?

Wir wollten uns von den anderen klar abgrenzen. Eine Zeit lang waren die Rechten mit Imperiums- und „world wide white pride“ Fahnen hinter uns. Sie wurden von uns ausgepfiffen und suchten deswegen einen anderen Ort, um Auseinandersetzungen zu vermeiden. Neben uns standen noch die Leute aus der „Linken Front“.

- Wie haben die Menschen auf die Imperiums-Fahne und auf das keltische Kreuz reagiert?

ich hab nur verbale Auseinandersetzungen mitgekriegt, mehr nicht.

- und auf den Anarcho-Block? Haben die Leute eure Flyer angenommen?

Viele haben uns gefragt, wer wir sind, was unsere Fahnen bedeuten, Flyer wurden mitgenommen, auch einige Magazine gekauft. Aber wenn wir uns der Bühne näherten und unsere Parolen gerufen haben, wurden wir von einigen als Provokateure beschimpft. Ein Mann hat gefragt, wo er sein Auto parken muss, damit wir es nicht abfackeln. Wir haben ihm dann erklärt, dass wir sein Auto nicht abfackeln wollen. Er hat sich uns dann angeschlossen :)

- Was haben die Anarchist*innen erwartet?

Wir haben damit gerechnet dass wirklich viele Menschen kommen werden. Wir waren ruhig, aber haben auch mit allem gerechnet.

- Gab es eine Entscheidung im Vorfeld sich „ruhig“ zu verhalten? Also, keine Nazis, Bullen oder irgendwelche Vitrinen da ein/zusammen zuschlagen?

Bei so einem riesigen Polizeiaufgebot war es selbstverständlich, dass sowas nicht geht. Es gab niemanden, der sowas machen wollte. Und in sozialen Netzwerken im Vorfeld gab es schon einige Aufrufe und Überlegungen, wie Menschen sich zu verhalten haben.

- Was meinst du, hat sich irgendwas für die Anarchist*innen nach diesem Tag geändert? Vielleicht die Stimmung?

Ich denke, es könnten mehr von uns da sein. Und ätzend ist, dass mich das Gefühl nicht verlässt, das wir wie Statist*innen für die liberale Opposition waren. Wir konnten leider nicht wirklich laut unsere Position an die Menschen herantragen.

- Ich denke, viele haben mitgekriegt, dass Anarchist*innen auch da waren. Und die Mehrheit hat eh nichts mit der liberalen Opposition am Hut, dann ist es auch ein guter Ort gewesen an die Menschen ranzukommen. Schließlich, es ist viel besser, als zu Hause zu sitzen.

Aber wir müssen auf die andere Ebene kommen. Mein Eindruck ist, dass wir nichts entscheiden, sondern nur eine neue Regiurung zur macht bringen, die aber nicht besser wird

- Ok. Und was ist die Meinung der anarchistischer Bewegung, was ist damit zu machen?

Ich kann für die Bewegung nicht sprechen. Meine Meinung ist, dass wir näher an den Menschen sein sollten und unsere Position in deutlicher Form und klarer Sprache an die Öffenlichkeit bringen müssen. So wie es Navalnyj[ein sehr bekannter Populist] macht, nur mit der Kritik der staatlichen Strukturen.

- Navalnyj ist aber ein (extrem)rechter Populist.

Das ist das was ich meine, dass ich nicht für ihn und andere Politiker*innen, die unser Blut trinken, ein Statist sein will. Wir brauchen eine starke Aufklärungskampagne, dass der Regierungswechsel prinzipiell nichts ändert.

- Wie wird sich die Situation weiter entwickeln? Kommt jetzt die Revolution, wenn auch eine seeehr kleine?

was für eine Revoluton? :)

- Vielleicht eine kleine weisse, slawische, winterrevolution [so wurden heutige Ereignisse schon von einigen Publizist*innen bezeichnet]. Vielleicht eine Schneerevolution? Gibt es überhaupt Schnee?

Heute ist grad Schnee gefallen und sich sofort in Matsche verwandelt. Sehr symbolisch.

- du guckst also eher pessimistisch in die Zukunft?

Ich glaube eine freie Gesellschaft bricht morgen nicht aus.

- Na gut, aber vielleicht ist die Tatsache, dass so viele auf die straße gegangen sind, obwohl sie wussten, dass sie festgenommen und zusammengeschlagen werden können, ein Zeichen, dass sie auch etwas freier geworden sind?

Ja. Im Bewusstsein sind sie bestimmt etwas freier geworden und ich hoffe, dass sie ihre Meinung weiter auf diese Art Ausdrücken werden.

Demo: Es ist keine Krise – es ist das System!

In der griechischen Bevölkerung wächst die Wut: Demonstrationen, Streiks, Besetzungen. Seit der Ankündigung der Sparmaßnahmen durch die griechische Regierung und der EU traten zum wiederholten Male tausende Menschen auf die Straße, um ihren Unmut darüber kund zu tun.
Im Gegensatz zu den Protesten 2008, die die Ermordung des 15-jährigen Alexandros Grigoropoulos thematisierten, ist nun die Ausweitung der Finanz- und Staatskrise deutlich zu erkennen. Der Schwerpunkt der Teilnehmer_innen an den Protesten setzt sich jetzt nicht mehr nur aus den prekarisierten und einkommensschwachen Bevölkerungsteilen Griechenlands zusammen, sondern breitet sich längst über alle gesellschaftlichen Schichten aus. Allein in Athen und Thessaloniki protestierten rund 20.000 Menschen im Zuge des 24-stündigen Generalstreiks am 11. Mai diesen Jahres gegen die geplante Erhöhung der Arbeitszeiten, welche die Sparmaßnamen der Regierung vorsehen. Drei Wochen später versammelten sich sogar 500.000 Menschen im Athener Zentrum, um sich gegen Kürzungen bei Gehalt und Rente zu wehren.
Die “Krise” wird nicht von einzelnen Staaten verschuldet, denn sie ist ein zyklisch auftretender fester Bestandteil des Kapitalismus:

„Als ökonomische Krise bezeichnet man schwere Störungen der ökonomischen Reproduktion einer Gesellschaft. In einer kapitalistischen Ökonomie heißt dies, dass ein großer Teil der produzierten Warenmenge nicht mehr absetzbar ist: Nicht etwa weil kein Bedürfnis für die entsprechenden Produkte bestehen würde, sondern weil kein zahlungsfähiges Bedürfnis vorhanden ist. Das Warenkapital lässt sich nicht mehr vollständig in Geldkapital verwandeln, sodass sich das vorgeschossene Kapital immer schlechter verwertet und die Akkumulation abnimmt. Damit vermindert sich die Nachfrage der kapitalistischen Unternehmen nach den Elementen des produktiven Kapitals, also nach Produktionsmitteln und Arbeitskräften. Massenarbeitslosigkeit und ein Rückgang der Kaufkraft der Arbeitnehmer_innen sind die Folgen, was zu einem weiteren Rückgang der Nachfrage führt und die Krise verschärft.
Der Kapitalismus ist zwar nicht die einzige Produktionsweise, in der neben ungeheurem Reichtum riesige Armut existiert, er ist allerdings die einzige Produktionsweise, in der der Überfluss an Gütern ein Problem darstellt, unverkäufliche Güter zum Ruin ihrer Besitzer führen und es gleichzeitig Menschen gibt, denen es am nötigsten fehlt und denen es auch nicht gelingt, das einzige worüber sie verfügen – ihre Arbeitskraft – zu verkaufen.“ (Nach Heinrich; “Kritik der politischen Ökonomie – Eine Einführung” , theorie.org 2005)

Der griechische Staat wurde seit der Verkündung der Staatsverschuldung im Oktober 2009 zum Spielball des Finanzsektors: Rating-Agenturen stuften die Kreditwürdigkeit des Staates herunter. Dies hat die Folge, dass Griechenland keine Möglichkeit mehr hat, günstig Kredite für Wirtschaftsprogramme aufzunehmen. Gleichzeitig geht durch die Wetten der Finanzspekulant_innen auf einen griechischen Staatsbankrott das Vertrauen in die Zahlungsfähigkeit Griechenlands in immer größerem Maße verloren. Die globale Kapitalismus-/Finanzkrise 2009 sorgt zugleich für eine andauernde Krise der griechischen Realwirtschaft. Steigende Arbeitslosenzahlen sowie weiter ansteigende Staatsschulden vergrößern den Vertrauensverlust an den Märkten.
Diese Abwärtsspirale hat zur Folge, dass sich Griechenland nur noch von den EU-Staaten Geld zu überzogenen Zinsen leihen kann. Im Gegenzug verlangen die Euroländer drastische Sparprogramme von der griechischen Regierung.

Doch während in der Vergangenheit vor allem die wohlhabenderen und reichen Schichten der griechischen Bevölkerung von der staatlichen Steuerpolitik profitierten, gleichzeitig Steuern in großem Stile hinterzogen – und damit die Grundlage für das hohe griechische Staatsdefizit legten – sind durch die Sparprogramme vor allem die einkommensschwächeren Bevölkerungsteile betroffen: Steuererhöhungen, Lohn- und Rentenkürzungen, verminderter Kündigungsschutz sorgen für eine Prekarisierung ganzer Bevölkerungsteile. Zudem sollen u.a. wichtige Grundversorgungssysteme wie die Wasserversorgung, Eisenbahn, Häfen oder Elektrizitätswerke (teil-) privatisiert werden. Dadurch drohen weitere Kostensteigerungen für die griechische Bevölkerung.
Die griechischen Sparmaßnahmen bedeuten faktisch eine Umverteilung der Staatsschulden zu Lasten der Arbeitnehmer_innen, Migrant_innen, Schüler_innen, Student_innen und Erwerbslosen.

An die Stelle der einstmals vorrangigen Idee eines freiheitlichen Zusammenschlusses Europas auf demokratischer Ebene treten die nationalen Wirtschaftsinteressen einzelner Mitgliedsstaaten. Seiner Souveränität beraubt, wird Griechenland nun von den wirtschaftlich starken EU-Mitgliederstaaten dazu gezwungen, unmenschliche und demokratisch nicht durchsetzbare Sparpakete durch die Troika (EU-Kommission, Internationaler Währungsfonds, Europäische Zentralbank) umzusetzen.

Aber Griechenland ist kein Einzelfall, wenn es darum geht, staatliche Haushaltsdefizite und Schulden auf Kosten der weniger wohlhabenden Bevölkerungsteilen abzubauen. Auch in anderen EU-Ländern haben die Regierungen drastische und unsoziale Sparmaßnahmen durch die Parlamente gedrückt: Neben Griechenland wurden in Spanien, Portugal, Italien, Großbritannien, Irland und auch in Deutschland radikale Sparpakete beschlossen.

Eine differenzierte Auseinandersetzung mit der Thematik kann sich bei einem Großteil der (beispielsweise in Deutschland lebenden) Bevölkerung nicht entwickeln, da sich die meisten Medien darauf beschränken, gewinnbringende Schlagzeilen zu veröffentlichen. Geschürt werden rassistische Ressentiments und eindeutige Schuldzuweisungen. Das harte Eingreifen der deutschen Regierung wird somit gegenüber der Bevölkerung legitimiert und als Schutzmechanismus zur Stabilisierung der eigenen Märkte gefordert.

Der überall stattfindende Konkurrenzkampf, wieder einmal deutlich geworden durch die anhaltende Krise, ist grundsätzlicher Bestandteil des Kapitalismus. Er ist täglich von jedem Menschen erlebbar im existenziellen Kampf um Bildung und Arbeit. Klein- und Großunternehmen konkurrieren ständig untereinander um Wettbewerbsfähigkeit. Durch den Neoliberalismus bedingt findet dieser Kampf nicht mehr nur auf regionaler und nationaler Ebene statt sondern weltweit.
Diesem Beißreflex wollen wir uns sichtbar entgegenstellen! Als Menschen, die einander jenseits von Nationalgrenzen begegnen möchten, fühlen wir uns dem Humanismus und somit den Prinzipien der Freiheit, Selbstbestimmung, Gleichheit und Solidarität aller Menschen verpflichtet.

Deshalb rufen wir am 15. Oktober 2011 zu einer Protest- und Solidaritätsdemonstration in Karlsruhe auf! Lasst uns gemeinsam wie in vielen anderen europäischen Städten an diesem dezentralen europäischen Aktionstag unseren Unmut über die derzeitige Systemkrise zum Ausdruck bringen.
Lasst uns gemeinsam ein sichtbares Zeichen setzen: Für die Entmachtung der Finanzmärkte – Für eine breite Solidarität zwischen den europäischen Bürger_innen – Für ein neues Gesellschaftssystem, dass den Bedürfnissen aller Menschen gerecht wird!

“Es ist nicht die Krise – es ist das System!”
“Grenzenlose Solidarität statt kapitalistischem Überlebenskampf!”
15. Oktober 2011 – 16 Uhr
Karlsruhe – Werderplatz

Mehr Infos unter:
http://esistdassystem.blogsport.de/

Rock gegen Rechts Ludwigsburg

Das zweite Rock gegen Rechts in Ludwigsburg findet am Samstag, den 24. September statt und beginnt mit einer Streetparade gegen Rechte Gewalt, die sich durch die Ludwigsburger Innenstadt zieht. Im Anschluss sind alle zum Open Air Konzert in den Scala Biergarten eingeladen.

Eintritt frei! Nazis müssen draußen bleiben!

Weitere Informationen:
http://rgrludwigsburg.wordpress.com/

Soliaktion für die Arbeiterinnen und Arbeiter der Cadiz Electronica S.A.

Transpi

Am Freitag, den 19.08.2011 haben wir von der FAU Stuttgart eine Soliaktion für die Arbeiterinnen und Arbeiter der Cadiz Electronica S.A. vor der Visteon Filiale in Böblingen durchgeführt. Es wurden ein Transparent an die nahegelegene Brücke gehängt und 200 Flyer mit folgendem Inhalt verteilt:

Solidarität mit den Arbeiterinnen und Arbeitern der Cadiz Electronica S.A.
(Firmengruppe Visteon/Ford)

Die Situation: Am 23. Juni 2011 teilte das Management des Unternehmens Cadiz Electronica S.A. (Visteon/Ford) dem Betriebsrat der Fabrik in El Puerto Santa Maria mittels eines auswärtigen Repräsentanten die Schließung des Produktionsstandortes mit. Diese Ankündigung war für die 400 wütenden und enttäuschten ArbeiterInnen keine Überraschung. Bereits im Jahr 2009 gab es eine sechs Monate anhaltende Kurzarbeitsphase und einen Transfer der ausgebildeten ArbeiterInnen zu den Standorten, an denen die Arbeitsabläufe der zu schließenden Fabrik zukünftig übernommen werden sollten.

Die Firma: Die Visteon Unternehmensgruppe entstand 1997 im Rahmen von Outsourcing-Maßnahmen des Autoherstellers Ford. Auch heute noch ist Ford der größte Auftraggeber von Visteon. Mit Werksschließungen und Entlassungen hat die Firma mittlerweile reichlich Erfahrung. Im März 2009 verkündete Visteon beispielsweise die Schließung seiner drei britischen Niederlassungen, die im Jahr 2000 von Ford an Visteon UK ausgelagert worden waren. Dabei sollten die ArbeiterInnen weder Abfindungen noch Renten erhalten, die sie in den Jahren zuvor in einem Rentenfonds angespart hatten. Nach Interventionen der ArbeiterInnen wurden immerhin Abfindungen ausgezahlt. Der Kampf um die ausstehenden Renten dauern bis heute an. Geheime Dokumente belegen, dass die Werksschließungen über Jahre hinweg geplant wurden. Die Ford Company hat sich nie um das Schicksal ihrer einstigen MitarbeiterInnen gekümmert. Sie ließ erklären, dass die Situation der Beschäftigten zwar unglücklich sei, aber allein Visteon die Verantwortung dafür trage.

Dasselbe Spiel soll sich nun offenbar im spanischen Cadiz wiederholen. Erneut sollen Menschen zum Spielball im Kampf um höhere Profite werden. In der strukturschwachen Region im Südwesten Spaniens sind die Menschen in den Zeiten der Wirtschaftskrise massiv von Arbeitslosigkeit bedroht. Und während die großen Gewerkschaften (CCOO und UGT) offensichtlich mit den Bossen kungeln und sich in die Sommerpause verabschieden, ist es einzig die anarcho-syndikalistische CNT, die sich für die Rechte der ArbeiterInnen einsetzt und die Mobilisierung aufrecht erhält.

DAHER PROTESTIEREN WIR HEUTE HIER VOR DER VISTEON-NIEDERLASSUNG UND SOLIDARISIEREN UNS MIT DEN ARBEITERINNEN UND ARBEITERN IN SPANIEN:

STOPPT DIE VERNICHTUNG VON ARBEITSPLÄTZEN UND DIE ZERSTÖRUNG DER FABRIK VON „CADIZ ELECTRONICA S.A“ IN EL PUERTO DE SANTA MARIA, CADIZ! SCHLUSS MIT DEM OUTSOURCING! OHNE KAMPF GEBEN WIR EINE WÜRDEVOLLE ZUKUNFT NICHT AUF!

Weitere Infos unter: www.fau.org/artikel/art_110729-175645

Fahrrad

Brücke

Veranstaltungsreihe 75 Jahre Spanischer Bürgerkrieg – 75 Jahre soziale Revolution in Spanien

Vor 75 Jahren stürzte ein Militärputsch faschistischer Generäle mit Unterstützung von Kirche und Kapital Spanien in einen Bürgerkrieg. Trotz der massiven Unterstützung der Faschisten durch Italien und Nazideutschland, leistete die antifaschistische Volksfront aus SozialistInnen (PSOE / UGT), AnarchistInnen (CNT / FAI), MarxistInnen (POOM) und KommunistInnen erbitterten Widerstand.

Doch die fortschrittlichen Kräfte beschränkten sich nicht nur auf den antifaschistischen Abwehrkampf: die soziale Revolution wurde ausgerufen, Großgrundbesitzer vertrieben und das Land unter den Menschen aufgeteilt, die ihre Felder nun kollektiv bewirtschafteten. Aber neben der Revolution auf dem Land wurde sie vor allem in den katalonischen Industrieregionen voran getrieben. Fabriken wurden kollektiviert und von den Arbeiter_innen selbstverwaltet.

Das komplette öffentliche Leben wurde von den revolutionären Kräften organisiert. Die gesellschaftlichen Umwälzungen waren radikal und tiefgreifend. So wurde die autoritäre Bildung überwunden, hierarchische Höflichkeitsformeln in der Sprache beseitigt und die Gleichberechtigung von Männer und Frauen eingeführt.

Die Kämpfe und Erfahrungen der spanischen Revolutionäre sollen auch in unseren Kämpfen fruchtbar werden. Anlässlich des 75 Jahrestags des spanischen Bürgerkriegs wollen wir daher mit einem Vortrag, Filmen und einem revolutionären Fest diese Tradition wach halten.

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Donnerstag, 14.07.19:00 Uhr
Vortrag: Die Utopie leben

Ort: DemoZ Ludwigsburg

Und niemand hatte einen Herrn über sich.“ (Goerge Orwell)

„Am 19. Juli 1936 begann die Hoffnung der Arbeiterklasse auf eine bessere Zukunft. 1939 wurde das einzigartige Experiment beerdigt. Die Totengräber waren der Stalinismus und der Faschismus. Die Demokratien haben die Schaufeln geliefert. Aber die Hoffnung konnten sie nicht begraben.“ (Abel Paz)

Im Sommer 2011 jährt sich die Soziale Revolution in Spanien zum fünfundsiebzigsten Mal.

Im Juli 1936 putschte die Armee unter dem faschistischen General Franco, die anarcho-syndikalistischen ArbeiterInnen leisteten bewaffneten Widerstand. Der spanische Bürgerkrieg begann.

Aber die AnarchistInnen wehrten sich nicht nur gegen die Faschisten, sie begannen sofort mit der Sozialen Revolution. Betriebe wurden beschlagnahmt, die ArbeiterInnen bildeten Räte und setzten die Selbstverwaltung in Industrie und Dienstleistungen um. Auch die Landwirtschaft wurde kollektiviert.

Und obwohl der kurze Sommer der Anarchie mit einer schrecklichen Niederlage endete, hat die Soziale Revolution in Spanien ihre Faszination nicht verloren. Kein anderer Sommer als der von 1936 hat gezeigt, dass eine bessere Welt, eine libertäre und solidarische Welt ohne Herrschaft, ohne Ausbeutung mit einem Leben in Würde und freier Selbstbestimmung immer möglich ist. Die Utopie der Anarchie lebt …

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Samstag, 23.07.2011 19:30 Uhr
Film: Libertarias (OmU)

Ort: DemoZ Ludwigsburg

Im Spanien der 30er Jahre schließen sich vier Frauen, darunter eine Prostituierte und ein Nonne, der anarchistischen Frauenorganisation „Mujeres Libres“ an. Sie kämpfen sowohl in einer Miliz gegen die faschistischen Putschisten unter Franco, als auch gegen Geschlechterdiskriminierung in den eigenen Reihen.

Rudolf Rocker geht uns alle an!

von http://fau-duesseldorf.org/nachrichten/rudolf-rocker-geht-uns-alle-an:
Heiner Becker aus Nordwalde hat vor edlichen Jahren von Fermin Rocker die Rechte an den Schriften von Rudolf Rocker übertragen bekommen. Wie Fermin wohl gesagt haben soll, hatte sich sein Vater Rudolf über nichtautorisierte Nachdrucke seiner Schriften und dadurch entgangene Tantjemen beschwert. Heiner Becker ist also nun tatsächlich der Sachwalter der Rockerschen Schriften. Allerdings kann davon ausgegangen werden das sowohl Rudolf als auch Fermin nichts dagegen gehabt hätten wenn sie in unkommerziellen Verlagen, zum Wohle und zum Vortschreiten der anarcho-syndikalistischen Bewegung wieder veröffentlicht werden würden. Die anarcho-syndikalistische Bewegung ihrerseits hätte sicher nichts dagegen das Heiner Becker so auf sein „Eigentum“ erpicht ist, wenn er die Schriften Rudolf Rockers wenigstens kontinuierlich veröffentlichen würde. Leider tut er das nicht – viel schlimmer: Er läßt Anarcho-SyndikalistInnen polizeilich und juristisch verfolgen die Schriften von Rudolf Rocker zugänglich machen wollen. Gleichzeitig läßt er sozialpartnetschaftliche Einrichtungen (wie SPD/DGB-nahe Stiftungen) völlig „ungestraft“ Rockertexte publizieren. Ein Schelm wer böses dabei denkt,…. Nachdem vor einigen Monaten die Seite syndikalismus.tk von Heiner Becker wegen der Veröffentlichung eines Rocker-Textes juristisch angegangen wurde, hat es nun auch die Seite syndikalismusforschung.info erwischt. Spätestens jetzt aber hat sich dieser „Herr Becker“ das falsche Opfer ausgesucht. Helge Döring, Valentin Tschepego und Martin Veith haben den Fall an die weltweite Öffentlichkeit gebracht und die Anarcho-Syndikalistische-Bewegung reagiert. An dieser Stelle geben wir Artikel von syndikalismusforschung.info wieder und verlinken ihre Sonderseite: RODOLF ROCKER GEHT UNS ALLE AN!

Sonderseite zum Thema: http://syndikalismusforschung.wordpress.com/sonderseite-rudolf-rocker/

Griechenland: Dringender Aufruf für internationale Solidarität!

Von http://www.fau.org/artikel/art_110521-081843 übernommen:

„Wir wir hier vor einigen Tagen berichten mussten, hat der griechische Staat im Zusammenhang mit dem Generalstreik vom 11. Mai 2011 eine Gewaltwelle losgetreten, der Dutzende von DemonstrantInnen zum Opfer fielen und bei der es um ein Haar ein weiteres tödliches Opfer der Polizeibrutalität gegeben hätte. Nahezu zeitgleich hat faschistisches und rassistisches Pack in Athen damit begonnen, gezielt Jagd auf MigrantInnen zu machen und Hand in Hand mit der Polizei besetzte Wohnprojekte anzugreifen. Vor diesem Hintergrund erreichte uns ein Aufruf griechischer Libertärer, der in drastischer Weise den sozialen Verfall in Folge der kapitalistischen Krisenangriffe schildert und die Bitte um internationale Unterstützung und Solidarität einschließt.

Genossen und Genossinnen,

Die Absicht dieser Mitteilung ist es, euch kurz darüber zu informieren, was in den letzten Tage in unserem Land geschah. Außerdem möchten wir an alle AnarchistInnen weltweit einen internationalen Solidaritätsaufruf richten.

Griechenland ist derzeit an einem kritischen Wendepunkt angelangt. Viele kritische Veränderungen finden auf gesellschaftlicher sowie politischer und wirtschaftlicher Ebene statt. Die Zersetzung und Auflösung eines bislang herrschenden Modells von Macht und Ausbeutung ist mehr als offensichtlich, So ist definiert, was allgemein „Krise“ genannt wird.

Was wir jetzt erfahren, ist das vollständige Scheitern eines Systems, das nicht mehr länger in der Lage ist, den gesellschaftlichen Grundkonsens sicher zu stellen und deshalb einen bedingungslosen Frontalangriff, ohne die typischen offiziellen Erklärungen, erleidet.

Zunächst – zu Beginn dieser Situation, die „Krise“ genannt wurde – bezog sich der Angriff auf die materialistischen Bedingungen. Hierunter fallen z.B. die Entwertung der Arbeit, horizontale Lohnsenkungen, „Flexibilisierung“ der Arbeitsbedingungen, die Institutionalisierung der Unsicherheit, der Preisanstieg bei Konsumgütern und öffentlichen Dienstleistungen sowie Kürzungen bei der Sozialhilfe. Begleitet wird das von der Privatisierung öffentlichen Vermögens, einer ausgedehnten Polizeipräsenz auf den Straßen, den Auktionen, sowie der Anstieg der Arbeitslosigkeit.

Außerdem wurde eine beispiellose Propagandattacke lanciert. Die durch Staat und Kapital kontrollierten Massenmedien entfachten eine atemberaubende Zahl von Katastrophenmeldungen und Desasterszenarien und produzieren im Rahmen ihrer Berichterstattung ständig neue „Meilensteine“ in der Art eines „Wenn die Troika nicht die nächste Ratenzahlung der Schulden zustimmt, werden wir auseinanderfallen…“ Mit diesen Strategien, schafft es die Kommunikationsabteilung der Macht, kontinuierlich einen Zustand von Terror aufrechtzuerhalten, der die Lähmung der Gesellschaft durch Erpressung bewirkt.

Für einen Teil der griechischen Gesellschaft und des Proletariats hat der Widerstand jedoch niemals aufgehört zu existieren. Von Zeit zu Zeit finden in unterschiedlicher Intensität Generalstreiks statt, an denen sich Menschen beteiligen, die aktiv Widerstand leisten und ihren Willen ausdrücken, gegen die ihnen von Staat und Kapital auferlegten Zustände zu kämpfen.

Auf der Generalstreiksdemo am 11. Mai in Athen marschierten abermals Tausende und verliehen ihrer Opposition gegenüber den unsozialen Maßnahmen des griechischen Staates ihre Stimme, die in erster Linie die ArbeiterInnen und ärmere Mehrheit der Bevölkerung treffen. Während der größte Teil der Protestierenden am Parlament vorbeigezogen und bereits wieder auf dem Rückweg war, griffen die Bullen, ohne provoziert worden zu sein mit sehr großer Brutalität die radikalsten Demoblöcke, die der AnarchistInnen und Antiautoritären, Nachbarschaftsversammlungen, Basisgewerkschaften und außerparlamentarischer Linke an. Sie schlugen mit beispielloser Rohheit zu und feuerten Unmengen von Tränengas, bis diese Blöcke aufgelöst waren. Mehr als einhundert DemonstrantInnen mussten ins Krankenhaus gebracht werden, einige mussten operiert werden.

Unser Genosse Yannis ist derjenige unter ihnen, der sich im Augenblick im kritischsten Gesundheitszustand befindet. Er hatte einen mörderischen Angriff durch die Bullen erlitten, der ein schweres Kopftrauma zur Folge hatte,. Laut einem später veröffentlichen Bericht wurde Yannis im Zustand des Antimortem (Stadium vor dem Tod) ins Krankenhaus gebracht. Nach Feststellung der Ärzte musst er aufgrund des Umfangs der inneren Blutungen im Kopf sofort operiert werden, er befindet sich seitdem auf der Intensivstation. Sein Zustand ist immer noch kritisch, aber stabil.

Es ist offensichtlich, dass diese mörderischen Angriffe gegen Demonstranten am Mittwoch, den 11. Mai den einzigen Zweck hatten, all die einzuschüchtern, die gegen die Angriffe von Staat und Kapital Widerstand leisten. Ziel war die Unterwerfung der Leute mit der Botschaft: „Bleibt zu hause, ruhig und diszipliniert.“

An dieser Methode der Herrschenden beteiligen sich immer mehr Rechtsextreme und ihre parastaatlichen Ableger. Der Ausbruch rassistischer Gewalt vervielfacht sich über das ganze Land und erreichte letzte Woche, angesichts eines kaltblütigen Mordes an einen Bewohner im Zentrum von Athen einen Höhepunkt. Viele MigrantInnen wurden zum Ziel, ein Pogrom gegen MigrantInnen wurde entfacht. Gruppen von Faschisten, Rassisten und Anhängern der extremen Rechten griffen Migranten an, verletzten mehrere, sie verursachten wahrscheinlich sogar den Tod eines Flüchtlings. Gleichzeitig griffen Neonazis an der Seite der Polizei auch besetzte Häuser in der Innenstadt Athens an. Das führte dazu, dass wir AnarchistInnen uns selbst unter Lebensgefahr gegen Polizei und faschistische Brutalität verteidigen mussten.

Der Ernst der Situation ist deutlich. Seitdem die Gesellschaft einen beispiellosen Angriff auf ihre materiellen Grundlagen erleidet, befindet sich die anarchistische Community – als einer der radikalsten Teile des Widerstands – unter polizeilicher und faschistischer Attacke (im wahrsten Sinne des Wortes, wenn man die mörderische rasende Wut dieser Angriffe betrachtet).

Da ist der Grund, warum wir dringend zur internationalen Solidarität aufrufen!

Solidarität war immer eine der besonderen Werte von AnarchistInnen. Wir zählen immer auf Solidarität zur Unterstützung unsere Kampfes, der sich gegen die von der Staatsmacht geförderte Isolation und die Gefahr eines Rückzugs ins private Leben sowie die kapitalistischen Zustände von Vereinzelung und den Abbau der kollektiven Idee richtet.

Jetzt, wo die griechische Gesellschaft und das Proletariat eine beispiellose Verschlechterung der Lebensbedingung erleidet. Jetzt, wo AnarchistInnen sich einer Unterdrückung ausgesetzt sehen, die Dimensionen versuchten Mordes annimmt. Jetzt, wo das anarchistische, politische Umfeld im Visier von staatlicher Gewalt und faschistischer Gefahr steht, rufen wir alle unsere GenossInnen in der ganzen Welt zu Aktionen auf und wir bitten darum, solidarisch zu unserem Kampf zu stehen: durch Organisation von Veranstaltungen, Demonstrationen, Märschen, Protesten, dem Verfassen von Texten, durch Worte und Aktionen, durch alles, was die GenossInnen für am angebrachtesten halten, durch jeden möglichen Ausdruck der revolutionären Solidarität, den nur AnarchistInnen kennen und demonstrieren wollen – vitalisiert unseren Geist und stärkt unsere Kämpfe.

Solidarische Grüße,
Libertär-kommunistische Gruppe (Athen)
Eutopia – Beiträge für einen libertären Kommunalismus“

Websites mit Infos zur aktuellen Lage in Griechenland:
de.contrainfo.espiv.net
www.occupiedlondon.org
athens.indymedia.org